Warum stellen wir uns selbst immer hinten an?

Mir ist etwas aufgefallen.
Frauen geben oft unglaublich gute Ratschläge.
„Du solltest dir mal eine Pause gönnen.“
„Du brauchst dringend etwas für dich.“
„Probier doch Pilates.“
„Vielleicht würde dir Coaching guttun.“
Das sagen sie ihren Freundinnen.
Ihren Müttern.
Ihren Schwestern.
Sich selbst sagen sie das leider viel seltener.
Warum fällt es uns so leicht, für andere zu sorgen, aber so schwer, uns selbst dieselbe Fürsorge zu schenken?
Vielleicht, weil wir gelernt haben, stark zu sein. Zu funktionieren. Für andere da zu sein.
Und irgendwann haben wir begonnen zu glauben, dass unsere eigenen Bedürfnisse warten können.
Dabei würden wir niemals von einer guten Freundin erwarten, dass sie immer nur gibt.
Dass sie ständig erschöpft ist.
Dass sie ihre Wünsche hinten anstellt.
Dass sie erst dann eine Pause verdient, wenn alles erledigt ist.
Warum erwarten wir das dann von uns selbst?
Im Coaching erlebe ich immer wieder, dass genau hier etwas Wichtiges sichtbar wird.
Viele Frauen kümmern sich um alles und jeden. Sie organisieren, unterstützen, tragen Verantwortung und halten vieles zusammen. Nach außen wirkt oft alles gut.
Und trotzdem erzählen sie mir von einer inneren Erschöpfung.
Von dem Gefühl, nur noch zu funktionieren.
Von dem Wunsch, endlich wieder bei sich selbst anzukommen.
Nicht weil sie schwach sind.
Nicht weil sie etwas falsch machen.
Sondern weil sie sich selbst über lange Zeit genauso behandelt haben, wie sie es bei einem geliebten Menschen niemals tun würden.
Sie haben ihre eigenen Bedürfnisse immer weiter nach hinten verschoben.
Und irgendwann meldet sich etwas in ihnen, das nicht länger ignoriert werden möchte.
Manchmal zeigt es sich als Stress.
Manchmal als Unzufriedenheit.
Manchmal als das Gefühl, dass das eigene Leben zwar voll ist, aber nicht wirklich erfüllt.
Genau dort beginnt für mich Coaching.
Nicht mit noch mehr Zielen.
Nicht mit noch mehr Leistung.
Sondern mit einem ehrlichen Blick auf die Frage:
Wer bin ich geworden, während ich mich um alle anderen gekümmert habe?
Und was brauche ich eigentlich selbst?
Ich finde, wir sollten aufhören, uns selbst immer ans Ende der Liste zu setzen.
Denn Selbstfürsorge ist kein Luxus.
Und sie ist auch keine Belohnung dafür, dass wir alles geschafft haben.
Sie ist etwas, das wir genauso verdienen wie die Menschen, die wir lieben.
Deshalb meine Frage an dich:
Wenn du heute deine beste Freundin wärst – was würdest du dir selbst empfehlen?
Wenn du das Gefühl hast, dich selbst irgendwo auf dem Weg verloren zu haben, begleite ich dich gerne dabei, wieder mehr Klarheit, Leichtigkeit und Verbindung zu dir selbst zu finden.