PMS und Menopause: Was dir helfen kann

Viele Frauen kennen Phasen, in denen sie sich plötzlich nicht mehr wie sie selbst fühlen. Die Energie fehlt, die Stimmung schwankt, der Schlaf wird unruhiger, die Konzentration lässt nach – und manchmal scheint schon eine Kleinigkeit zu viel zu sein.

Besonders rund um PMS und in der Perimenopause beziehungsweise Menopause können solche Veränderungen stärker spürbar werden. Das kann irritieren, verunsichern und den Alltag zusätzlich belasten.

Wichtig ist: Du musst nicht gegen deinen Körper arbeiten. Oft hilft es schon, die eigenen Bedürfnisse bewusster wahrzunehmen und den Alltag an die aktuelle Belastbarkeit anzupassen.

1. Nimm deine Signale ernst

Vielleicht merkst du, dass du vor deiner Periode schneller erschöpft bist, emotionaler reagierst oder mehr Rückzug brauchst. In der Perimenopause können sich zusätzlich Schlafprobleme, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Konzentrationsprobleme zeigen.

Versuche diese Veränderungen nicht sofort zu bewerten. Beobachte sie zunächst.

Ein kleines Tagebuch kann helfen: Wie ist deine Energie? Wie schläfst du? Wann fühlst du dich besonders angespannt? Gibt es wiederkehrende Muster?

Allein dieses Bewusstsein kann dir helfen, dich besser auf schwierige Tage einzustellen.

2. Plane nicht jeden Tag gleich

Wir erwarten oft von uns, jeden Tag gleich leistungsfähig zu sein. Doch unser Energielevel verändert sich.

An Tagen, an denen du dich erschöpft oder gereizt fühlst, darf dein Pensum kleiner sein. Vielleicht kannst du Termine anders verteilen, mehr Pausen einplanen oder Aufgaben verschieben, die nicht dringend sind.

Das ist keine Schwäche, sondern ein sinnvoller Umgang mit deinen Ressourcen.

Eine hilfreiche Frage lautet:

Was brauche ich heute wirklich – und was kann warten?

3. Sorge bewusst für kleine Ruheinseln

Gerade wenn innere Unruhe, Stimmungsschwankungen oder Erschöpfung stärker werden, können kleine Routinen stabilisierend wirken.

Das muss nichts Großes sein. Zehn Minuten an der frischen Luft, eine Tasse Tee ohne Handy, bewusstes Atmen, leichtes Stretching oder ein kurzer Spaziergang können bereits einen Unterschied machen.

Entscheidend ist nicht die perfekte Morgenroutine. Entscheidend ist, dass dein Nervensystem regelmäßig Momente bekommt, in denen es nicht funktionieren oder reagieren muss.

4. Sprich darüber

Viele Frauen versuchen lange, ihre Beschwerden einfach auszuhalten. Gleichzeitig entsteht schnell der Eindruck: „Ich müsste das doch besser im Griff haben.“

Doch hormonelle Veränderungen können das körperliche und emotionale Wohlbefinden deutlich beeinflussen. Offen darüber zu sprechen – mit der Partnerin oder dem Partner, Freundinnen, einer Ärztin oder einem Arzt – kann entlastend sein.

Auch im Coaching kann es hilfreich sein, gemeinsam zu schauen: Wo entsteht im Alltag zusätzlicher Druck? Welche Erwartungen an dich selbst darfst du verändern? Und wie kannst du deine eigenen Grenzen früher wahrnehmen?

Du musst nicht jeden Tag gleich funktionieren

PMS, Perimenopause und Menopause können Phasen sein, in denen dein Körper neue Aufmerksamkeit braucht.

Vielleicht besteht der wichtigste Schritt deshalb nicht darin, noch disziplinierter zu werden. Sondern darin, genauer hinzuhören.

Was gibt dir Energie? Was raubt sie dir? Wo brauchst du mehr Ruhe? Und welche Erwartungen an dich selbst sind vielleicht längst zu hoch?

Je besser du deine eigenen Signale kennst, desto leichter wird es, deinen Alltag so zu gestalten, dass er nicht ständig gegen deine Bedürfnisse arbeitet.

Wie Coaching und Mentoring dich in dieser Phase unterstützen können

PMS, Perimenopause und Menopause bringen nicht nur körperliche Veränderungen mit sich. Oft verändern sie auch den Blick auf den eigenen Alltag, die Belastbarkeit, Beziehungen, Arbeit und die Erwartungen an sich selbst. Vielleicht merkst du, dass du nicht mehr so funktionieren möchtest oder kannst wie früher. Vielleicht fällt es dir schwer, Grenzen zu setzen, Aufgaben abzugeben oder überhaupt herauszufinden, was du gerade brauchst. Genau hier kann Coaching und Mentoring unterstützen.

Im Coaching geht es nicht darum, hormonelle Veränderungen „wegzumachen“ oder medizinische Beschwerden zu behandeln. Vielmehr schauen wir gemeinsam darauf, wie du mit dieser neuen Lebensphase umgehen möchtest. Welche Situationen kosten dich besonders viel Energie? Wo entsteht unnötiger Druck? Welche alten Ansprüche an dich selbst passen heute vielleicht nicht mehr? Und was kannst du konkret verändern, damit dein Alltag wieder mehr zu deinen aktuellen Bedürfnissen passt?

Mentoring kann zusätzlich Orientierung geben. Manchmal braucht es nicht nur Fragen und Reflexion, sondern auch einen klaren Blick von außen, neue Perspektiven und praktische Impulse. Gemeinsam können wir zum Beispiel daran arbeiten, deine Prioritäten neu zu sortieren, deine Grenzen früher wahrzunehmen und klarer zu kommunizieren, deine Energie bewusster einzuteilen oder berufliche und private Anforderungen anders zu strukturieren. Auch Themen wie Selbstwert, Perfektionismus, Überforderung oder das Gefühl, „nicht mehr die Alte zu sein“, dürfen dabei ihren Platz haben.

Gerade in Übergangsphasen kann es entlastend sein, nicht alles allein sortieren zu müssen. Coaching und Mentoring schaffen einen geschützten Raum, in dem du innehalten, verstehen und neue Entscheidungen treffen kannst. Nicht mit dem Ziel, wieder möglichst schnell zu funktionieren, sondern damit du einen Umgang mit dir selbst findest, der zu deiner heutigen Lebenssituation passt.

Du kannst hormonelle Veränderungen nicht kontrollieren. Aber du kannst beeinflussen, wie viel Raum du dir gibst, wie du mit deinen Kräften umgehst und wie du deinen Alltag gestaltest.

Hinweis: Starke oder neu auftretende Beschwerden sollten medizinisch abgeklärt werden. Coaching kann dich im Umgang mit Belastungen, Veränderungen und deinem Alltag unterstützen, ersetzt aber keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.

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